Wie entstehen Muster auf dem Stoff?

Eine gute Variante einen Stoff mit Farben und Formen zu verschönern ist der Textildruck. Da gibt es von der ganz einfachen Handstempel Methode über den maschinellen Siebdruck bis zum InkJet-Druck ganz unterschiedliche Varianten. Für zu Hause ist das Bedrucken mit simplen Stempeln, Schablonen oder Linolschnitten äusserst praktisch. Die Stoffe, die man jedoch in Waren- und Versandhäuser kauft sind meistens maschinell gedruckt.

InkJet-Druck ist die jüngste Druckmethode und funktioniert nach dem Tintenstrahldruckerprinzip. Das tolle daran ist, dass kleine Mengen produziert werden können, weil man nur eine Druckmaschine und das Design in elektronischer Form benötigt. Mit dem InkJet-Druck entstanden viele kleine “Garagenfirmen” die im Hinterhof auf Auftrag von Endverbraucher die gewünschten Stoffe produzieren. Typisch für InkJet-Drucke sind photoähnliche Drucke, wie zum Beispiel:


Siebdruck gliedert sich in zwei verschiedene Techniken. Zum einen gibt es den Rotationsfilmdruck und zum andern den Flachfilmdruck. Bei der ersten Variante wird mit zylinderförmigen Schablonen gearbeiten, bei der zweiten Methode mit flachen, rechteckigen. Für beide Drucktechniken gilt jedoch ein Sieb, eine Schablone pro Farbe. Die Farben werden nacheinander auf den Stoff gebracht. Meistens gibt es eine Limitierung der Farben. Jede Farbe, also jede Schablone braucht nämlich einen eigenen Platz auf der Druckmaschine. Diese “Farbstationen” liegen unmittelbar nacheinander auf der Maschine. Je nach Länge der Druckmaschine können also mehr oder weniger Farben gedruckt werden. Mehr Farben bedeutet aber immer auch mehr Kosten. Die Herstellung der Schablonen ist sehr kostspielig und auch das Einrichten von mehreren “Farbstationen” auf der Maschine kostet Zeit und Geld, von der Farbe selber her mal abgesehen.

Rotationsfilmdruck:


Flachfilmdruck:

 

Es gibt auch Siebdruck im Tischdruckverfahren, das könnte man als “Handmade” bezeichnen. Der Stoff wird auf einen zum Beispiel 60 meter langen und etwa 1,80 meter breiten Tisch geklebt. Dann wird die erste Farbe gedruckt über die ganze Länge des Stoffes, erst danach die nächste und so weiter. Beim maschinellen Verfahren hingegeben können mehrere 1000 meter praktisch kontinuierlich gedruckt werden, was natürlich sehr viel lukrativer ist. Trotzdem hat das Tischdruckverfahren nur wenig an Bedeutung verloren. Durch diese eher langsame Drucktechnik können extrem feine Linien gedruckt werden, weil die Farben weniger fliessen und Zeit zum trocknen haben. Zudem können hier theoretisch unendlich viele Farben gedruckt werden.

Tischdruckverfahren:


Und solche Stoffe entstehen:

Michael Miller fabric Gnomeville gnomes dots

Michael Miller Stoff Gnomeville Zwergendorf Punkte

cute colourful owls fabric What a Hoot USA designer

süsser bunter Eulen Stoff What a Hoot USA Designer

Japanese Flowers Kokka Fabric from Japan red

Japanische Blumen Kokka Stoff aus Japan rot