Farbkontraste

Farben können sich durch ihr Umfeld verändern und gleichzeitig ihr Umfeld und andere Farben beeinflussen. Legt man beispielsweise einen dunklen Stoff neben einen hellen, leuchtet der helle Stoff mehr und kommt stärker zur Geltung.

Es gibt 8 Farbkontraste die auch im Stoffdruck von Bedeutung sind:

Der Hell-Dunkel-Kontrast
Dieser Kontrast entsteht durch die unterschiedliche Farbhelligkeit zweier Farben. Ist eine helle Farbe oder weiß von einer dunklen Farbe umgeben, wirkt die Farbe heller oder gar weißer, als sie wirklich ist. Beim Stoffdruck grenzen dunkle Konturen oder Flächen helleren Farben ab und lassen sie stärker leuchten.


Der Kalt-Warm-Kontrast
Der Mensch empfindet beim Anblick gewisser Farben eher Wärme und bei anderen wird ihm sogar kühl. Es ist sogar erwiesen, dass die Körpertemperatur in einem roten Raum steigen kann und in einem blauen Raum sinken. Zwischen Blau-Grün und Rot-Orange ergibt sich den stärksten Kalt-Warm-Kontrast. Liegen diese beiden Farben nebeneinander wirkt es allenfalls belebend aber keinenfalls harmonisch. Bei der Koloration eines Textildesigns wird aufgepasst dass die Farben nicht direkt nebeneinander gedruckt werden, wenn beide Farben weder aufgehellt, noch vergraut werden. Es entstehen sonst braune Linien zwischen den Flächen, da wo die Farben ganz leicht übereinanderfallen.


Farbe-an-sich-Kontrast
Dieser Farbton wird auch Farbtonkontrast genannt und er ensteht sobald 2 Farben ungetrübt in ihrer stärksten Leuchtkraft nebeneinander liegen. Die auf dem Farbkreis am weitesten entfernten Farbenpaare bilden den grössten Kontrast. Auch da ist wiederum Vorsicht geboten im Textildruck betreffend den Stellen, wo die Farben aufeinander treffen bzw. übereinanderfallen.


Qualitätskontrast
Dieser Kontrast wird auch als Intensitätskontrast bezeichnet. Er entsteht zwischen gesättigten, leuchtenden Farben und stumpfen, trüben Farben. Der Kontrast entsteht durch die Unterschiede in der Farbqualität und nicht durch Unterschiede bezüglich der Flächenanteile, wie der Quantitätskontrast. Wenn stumpfe, trübe Farben neben gesättigten und leuchtenden Farben liegen, leuchten diese noch mehr.


Quantitätskontrast
Liegen 2 unterschiedlich grosse Farbflächen nebeneinander, können diese sich ebenfalls unterschiedlich beeinflussen. Während zum Beispiel eine kleine Fläche Knallrot in einer blauen Umgebung als harmonisch empfunden werden kann, wirkt es störend, wenn die rote Fläche gross und dominanter neben einer kleinen blauen Fläche liegt. Beim Kolorieren eines Textildesigns ist es daher wichtig, dass man mit intensiven oder sogar aggressiven Farbtönen sparsam umgeht, wenn man nur Akzente setzten möchte. Es kann sonst passieren, dass das Design danach eher an ein Werbeplakat erinnert.

 

Komplementärkontrast
Wenn zwei Farben im Farbkreis diagonal gegenüberstehen, sind es Komplementärfarben. Die Komplementärfarbe von Magenta beispielsweise ist Grün. Zwei Farben sind entweder komplementär oder eben nicht. Sind zwei Farben komplementär, verstärken sie sich gegenseitig in ihrer Leuchtkraft, wenn sie nebeneinander liegen. Mischt man diese beiden Farben gibt es immer grau. Werden zum Beispiel rote Linien neben grünen Linien gedruckt, entsteht beim Betrachten ein Flimmern und es kann einem sogar ein bisschen schwindelig werden.

 

Simultankontrast
Bezeichnet der Kontrast der optischen Farbbeinflussung. D.h ein Rot erscheint zum Beispiel oranger mit einem blauen Hintergrund. Oder wenn man ein Grau anstatt in einer weißen Umgebung in einer gelben betrachtet, wirkt das Grau plötzlich heller.


Sukzessivkontrast
Schaut man beispielsweise eine gewisse Zeit auf eine roten Kreis und blickt anschließend auf eine weiße Fläche, so entsteht dort der Eindruck eines schwach grünen Kreises, der sich auf der Hintergrundfläche zu befinden scheint. Ein ähnlicher Effekt lässt sich beobachten, wenn man mit geschlossenen Augen eine Weile auf eine stark leuchtende Lampe oder in die Sonne schaut.

 

Bestimmt erkennst Du einer oder mehrere Kontraste bei folgenden Stoffen 🙂 :

Michael Miller schwarz-roter Stoff Zoology Zootiere

Michael Miller schwarz-roter Stoff Zoology Zootiere

türkiser Stoff mit Hase Blättern Raute Robert Kaufman

türkiser Stoff mit Hase Blättern Raute Robert Kaufman

süßer Kokka Stoff mit blauem Vogel und gelben Blumen

süßer Kokka Stoff mit blauem Vogel und gelben Blumen

türkiser Robert Kaufman Stoff mit Vogel Blume Blatt

türkiser Robert Kaufman Stoff mit Vogel Blume Blatt

grüner Designer Stoff mit herumgewirbelten Zwergen & Pilzen

grüner Designer Stoff mit herumgewirbelten Zwergen & Pilzen

Michael Miller Premium Laminat Stoff rote Punkte

Michael Miller Premium Laminat Stoff rote Punkte

süßer Michael Miller Stoff mit vielen bunten Streifen

süßer Michael Miller Stoff mit vielen bunten Streifen

weißer Michael Miller Stoff mit buntem Karo Muster

weißer Michael Miller Stoff mit buntem Karo Muster

schwarzer Stoff mit bunten Punkten Timeless Treasures USA

schwarzer Stoff mit bunten Punkten Timeless Treasures USA

Michael Miller Stoff Zephyr Blumen Ornamente

Michael Miller Stoff Zephyr Blumen Ornamente

brauner Michael Miller Stoff pinke Blumen Dahlia Lama

brauner Michael Miller Stoff pinke Blumen Dahlia Lama

pinker Blumen Designer Stoff aus den USA

pinker Blumen Designer Stoff aus den USA

Bekannte Stoffdesigner

Während Armani, Lagerfeld etc. bekannte Mode-Designer sind, gibt es ebenso bekannte Designer und Verlagshäuser im Dekorationsbereich wie z.B. JAB Anstoetz oder Zimmer+Rohde. Nur wenige Verlagshäuser sind allerdings ganz auf bedruckte Stoffe spezialisert. Druckstoffe waren in Europa zeitweise sogar weder in den Bereichen Bekleidung noch Innendekoration gefragt. Druckstoffen immer treugeblieben sind die Quilter und Patchworkhersteller. Daher haben sich einige bekannte Verlagshäuser fast ausschliesslich auf gemusterte Stoffe spezialisiert.

Hier möchte ich 4 davon vorstellen:

Michael Miller
Michael Miller, USA gibt es seit 1999. Gegründet wurde das Unternehmen von Michael Steiner und Kathy Miller. Das kleine Unternehmen ist in den 13 Jahren gewachsen und bekannt geworden. Verschiedene interne Designer tragen dazu bei, eine grosse Vielfalt an Mustern präsentieren zu können. Trotzdem sind die Stoffe als typische Micheal Miller erkennbar.

Michael Miller Stoff Dino Dudes süsse Dinosaurier

Michael Miller Stoff Dino Dudes süsse Dinosaurier

weisser Michael Miller Eulenstoff Swedish Owls

weisser Michael Miller Eulenstoff Swedish Owls

 

Robert Kaufman
Robert Kaufman, USA gibt es schon über 100 Jahre auch wenn es einige Veränderungen seit der Gründung gab. Das Unternehmen ist ebenfalls auf den Bereich “Quilting” spezialisiert. Die Designs sind oft sehr niedlich und farbenfroh.

blauer Stoff mit gepunkteten Kühen Robert Kaufman USA

blauer Stoff mit gepunkteten Kühen Robert Kaufman USA

gelber London Stoff mit Big Ben Robert Kaufman USA

gelber London Stoff mit Big Ben Robert Kaufman USA


Kokka
Kokka, Japan wurde 1948 gegründet und ist für Druckstoffe für Bekleidung, Innendekoration und Geschenkartikel bekannt. Die Stoffe sind teilweise vom japanische Stil geprägt und teilweise auch sehr westlich.

rosa Pferde Teddy Bären Kokka Flanellstoff aus Japan

rosa Pferde Teddy Bären Kokka Flanellstoff aus Japan

echino Canvas Stoff Cockatiel Vogel rosa aus Japan

echino Canvas Stoff Cockatiel Vogel rosa aus Japan


Alexander Henry
Alexander Henry, USA hat über 30 Jahre Erfahrung als Design Haus. Die Stoffmuster sind unterschiedlich und zum Teil auch ein bisschen ungewöhnlich und speziell.

mint grüner Snack Stoff Hot Dog Popcorn Alexander Henry

mint grüner Snack Stoff Hot Dog Popcorn Alexander Henry

schwarz-weißer Kreuzworträsel Stoff von Alexander Henry

schwarz-weißer Kreuzworträsel Stoff von Alexander Henry

typische Stoffmuster

Heute stelle ich ein paar bekannte Stoffmuster vor. Bestimmt bist du auch schon über den einen oder anderen Begriff gestolpert 🙂

Vichy-Karo (gingham)
Das Vichy-Karo findet man sowohl bei Einrichtungs- wie auch bei Bekleidungsstoffen. Es unterscheidet sich von einem normalen Karo vorallem durch seine Grösse. Es werden dünne Streifen aus farbigen Fäden abwechslungsweise mit weißen Streifen gewebt. Weil auch die Kettfäden aus weißen und farbigen dünnen Streifen bestehen, ensteht ein feines Karo. Es wird beinahe immer nur eine Farbe und weiß verwendet. Natürlich können Vichy-Karos oder auch bekannt unter gingham auch gedruckt werden. Hier ein paar Beispiele:

türkis karierter Michael Miller Stoff Vichy Karo

türkis karierter Michael Miller Stoff Vichy Karo

In tradionellen Schweizer Chalets zum Beispiel sind Vorhänge, Tischdecken und Bettwäsche fast immer aus diesem Webstoff.

 


Hahnentritt (pie de poule)
Auch beim Hahnentritt entsteht das Muster beim weben. Das Webdesign unterscheidet sich vom Vichy-Karo und ebenso vom sehr ähnlichen Pepita Muster. Pie de Poule (Hahnentritt) verbinde ich persönlich mit Chanel.




Pepita

rosa karierter Michael Miller Stoff Vichy Karo

rosa karierter Michael Miller Stoff Vichy Karo

 

 

tartan (Schottenmuster)
Bekannt wurde dieses Muster durch die schottische Tracht. Der gewebte Stoff war meistens aus Wolle. Heute gibt es das Karo Muster jedoch auch gedruckt und in allen möglichen Farben und Materialien.


Burberry machte das Muster zu seinem Markenzeichen:




Paisley
Das Muster stammt ursprünglich aus dem persisch-indischen Kulturraum. Es wird oft für Kravatten, Futterstoffe und Assessoires verwendet. Die geschwungene Tropfenform gibt es in unterschiedlichen Grössen und die Anordnung ist ebenfalls nicht entscheidend, um das Muster zu erkennen.

schwarzer Paisley & Blumen Timeless Treasures Stoff

schwarzer Paisley & Blumen Timeless Treasures Stoff

hellrosa Designer Stoff mit Rosen und Paisley aus den USA

hellrosa Designer Stoff mit Rosen und Paisley aus den USA

 

 


polka dots (Punkte)

Das Tupfendesign hat meistens eine geometrische Anordnung von gleichgrossen Tupfen. Die Tupfen sind gewöhnlich grösser, als der Abstand zwischen ihnen.

pinker Michael Miller Stoff graue Polka Punkte

pinker Michael Miller Stoff graue Polka Punkte

roter Michael Miller Stoff weiße Polka Punkte Minnie

roter Michael Miller Stoff weiße Polka Punkte Minnie

 

 

Nadelstreifen
Nadelstreifen ist ein klassisches Muster, welches vorallem in der Business Welt oft anzutreffen ist. Auf dunklem Grund erkennt man feine Streifen als Kontrast. Diese Streifen entstehen auch bereits beim Weben durch den Einsatz von weißen Fäden in regelmässigem Abstand.

 

 

 

 

Druckfarben

Druckfarben brauchen eine Verdickung damit sie auf dem Stoff nicht fliessen.

Eine Verdickung besteht entweder aus natürlichen oder synthetischen Grundstoffen. Man kann sich eine Verdickung gut vorstellen, wenn am an Stärke beim kochen denkt. Durch Beigabe von Maizena oder Mehl wird eine Flüssigkeit fest und dick. Obwohl die Verdickungen nicht geniessbar sind, sind sie heutzutage selten giftig. Das gleiche gilt für die Farben. Auch da gibt es natürliche, also pflanzliche und synthetische.

Die Farben werden entweder als Pulver oder als Flüssigfarbstoff eingekauft. Nach der Aufbereitung mit Wasser und bereits etwas Verdickung entstehen sogenannte Stammfarben. Mit ca. 6-12 Stammfarben kann ziemlich jeder Farbton gemischt werden. Um einen bestimmten Farbton zu erreichen, braucht es ein Rezept, welches auf die gewünschte Quantität umgerechnet wird. Erst wird die Verdickung abgewogen und danach kommt von jeder Stammfarbe auf dem Rezept die genaue Menge (auf 0,00 Gramm genau) dazu. Anschliessend wird mit einem Mixer gerührt und fertig ist die Druckpaste. Zum Test wird eine kleiner Probedruck gemacht, wo die gedruckte Farbe dann mit der Vorlage verglichen wird. Druckpasten können selten länger wie 7, maximal 14 Tage aufbewahrt werden und kurz vor dem Druck müssen sie nochmals kräftig gerührt werden.

Hier einige Impressionen:



Und so sehen die Farben dann gedruckt aus: 🙂

farbiger Designer Stoff mit lustigen bunten Katzen

farbiger Designer Stoff mit lustigen bunten Katzen

Druckmuster entwerfen

Bevor Schablonen für ein Druckdessin hergestellt werden können, muss erst das Muster von einem Designer/Dessinateur enworfen werden.

Wenn der Designer eine Idee skizziert, muss er sich bereits überlegen, wie er das Muster später in einen Rapport setzten wird. Der Rapport ist die Wiederholung eines Musters auf dem Stoff. Meistens muss das Muster auf alle Seiten wiederholt werden können, damit der Stoff in der Verarbeitung zusammengenäht werden kann, so dass das Muster fortlaufend ist. Je nach Verwendungszweck ist das manchmal jedoch nicht nötig, z.B. beim T-Shirt-Druck wird das Motiv meist auf die bereits konfektionierten Shirts platziert gedruckt.
Der Rapport kann auch nicht zu gross sein, da die Schablonen, ob rund oder flach eine maximale Grösse haben. In Ausnahmefällen kann ein Rapport auch mal auf 2 oder 3 Schablonen aufgeteilt werden. Wenn dann das Dessin aber viele Farben hat, ist die Länge der Druckmaschine wieder das Problem. Die einzige Ausnahme bietet da der InkJet-Druck. Dort können unbegrenzt viele Farben und jede Rapportgrösse gedruckt werden. Dafür ist die Produktion sehr langsam und der Durchdruck auf dem Stoff ist schwach.

Bei folgenden Stoffen sieht man die Wiederholung, der Rapport auf dem Stoff sehr gut:

grüner Designer Stoff mit herumgewirbelten Zwergen & Pilzen

grüner Designer Stoff mit herumgewirbelten Zwergen & Pilzen

weißer Robert Kaufman Stoff mit rosa Sesseln & Vögeln

weißer Robert Kaufman Stoff mit rosa Sesseln & Vögeln

korallenfarbener birch Fahrrad Bio-Stoff aus den USA

korallenfarbener birch Fahrrad Bio-Stoff aus den USA

weißer Stoff mit bunten Zirkus Löwen von Robert Kaufman

weißer Stoff mit bunten Zirkus Löwen von Robert Kaufman

rosa Schaf Flannellstoff mit Blumen Timeless Treasures

rosa Schaf Flannellstoff mit Blumen Timeless Treasures

Glänzende Verzierungen auf Stoffen

Wie entstehen diese glänzenden Verzierungen?

Kokka Stoff mit Blumen Schmetterlingen Goldverzierung

Kokka Stoff mit Blumen Schmetterlingen Goldverzierung

Robert Kaufman goldener Herbst Stoff Früchte & Blumen

Robert Kaufman goldener Herbst Stoff Früchte & Blumen

schwarzer Designer Weihnachtsstoff mit rotem Weihnachtsstern

schwarzer Designer Weihnachtsstoff mit rotem Weihnachtsstern

Irisierenden Verdickungen verleihen Druckpasten einen schimmernden Glanz. Man nennt dies umgangsprachlich auch Perldruck. Die Verdickung ist die Basis jeder Druckpaste, sie verhindert dass die Farben auf dem Stoff fliessen. Es gibt unterschiedliche Verdickungen auf synthetischer oder pflanzlicher Basis. Für den Perldruck werden Pigmentverdickungen verwenden, welche in trockener Hitze fest werden und am Stoff haften bleiben. Mit diesen irisierenden Pigmentfarben können auch ganz dünne Linien gedruckt werden und von weitem sieht es manchmal aus, als wäre der Stoff mit einem Gold- oder Silberfaden bestickt.
Da sieht man wieder einmal, nicht alles was glänzt ist Gold 🙂 !

 

Stoffe die im Dunkeln leuchten!

Es gibt tatsächlich Stoffe, die im Dunkeln leuchten. Wie kann das sein?

 

In dem phosphoreszierende Farbstoffe im Druck verwendet werden, kann der Stoff am Licht aufladen und im Dunkeln dieses gespeicherte Licht wieder abgeben. Phosphoreszenz ist die Eigenschaft eines Stoffes, nach einem Beleuchten mit Licht im Dunkeln nachzuleuchten.

 

schwarzer Stoff mit im Dunkeln leuchtenden Spinnennetzen

schwarzer Stoff mit im Dunkeln leuchtenden Spinnennetzen

 

So findet man Dich auch im Dunkeln 🙂 !

Wie entstehen Muster auf dem Stoff?

Eine gute Variante einen Stoff mit Farben und Formen zu verschönern ist der Textildruck. Da gibt es von der ganz einfachen Handstempel Methode über den maschinellen Siebdruck bis zum InkJet-Druck ganz unterschiedliche Varianten. Für zu Hause ist das Bedrucken mit simplen Stempeln, Schablonen oder Linolschnitten äusserst praktisch. Die Stoffe, die man jedoch in Waren- und Versandhäuser kauft sind meistens maschinell gedruckt.

InkJet-Druck ist die jüngste Druckmethode und funktioniert nach dem Tintenstrahldruckerprinzip. Das tolle daran ist, dass kleine Mengen produziert werden können, weil man nur eine Druckmaschine und das Design in elektronischer Form benötigt. Mit dem InkJet-Druck entstanden viele kleine “Garagenfirmen” die im Hinterhof auf Auftrag von Endverbraucher die gewünschten Stoffe produzieren. Typisch für InkJet-Drucke sind photoähnliche Drucke, wie zum Beispiel:


Siebdruck gliedert sich in zwei verschiedene Techniken. Zum einen gibt es den Rotationsfilmdruck und zum andern den Flachfilmdruck. Bei der ersten Variante wird mit zylinderförmigen Schablonen gearbeiten, bei der zweiten Methode mit flachen, rechteckigen. Für beide Drucktechniken gilt jedoch ein Sieb, eine Schablone pro Farbe. Die Farben werden nacheinander auf den Stoff gebracht. Meistens gibt es eine Limitierung der Farben. Jede Farbe, also jede Schablone braucht nämlich einen eigenen Platz auf der Druckmaschine. Diese “Farbstationen” liegen unmittelbar nacheinander auf der Maschine. Je nach Länge der Druckmaschine können also mehr oder weniger Farben gedruckt werden. Mehr Farben bedeutet aber immer auch mehr Kosten. Die Herstellung der Schablonen ist sehr kostspielig und auch das Einrichten von mehreren “Farbstationen” auf der Maschine kostet Zeit und Geld, von der Farbe selber her mal abgesehen.

Rotationsfilmdruck:


Flachfilmdruck:

 

Es gibt auch Siebdruck im Tischdruckverfahren, das könnte man als “Handmade” bezeichnen. Der Stoff wird auf einen zum Beispiel 60 meter langen und etwa 1,80 meter breiten Tisch geklebt. Dann wird die erste Farbe gedruckt über die ganze Länge des Stoffes, erst danach die nächste und so weiter. Beim maschinellen Verfahren hingegeben können mehrere 1000 meter praktisch kontinuierlich gedruckt werden, was natürlich sehr viel lukrativer ist. Trotzdem hat das Tischdruckverfahren nur wenig an Bedeutung verloren. Durch diese eher langsame Drucktechnik können extrem feine Linien gedruckt werden, weil die Farben weniger fliessen und Zeit zum trocknen haben. Zudem können hier theoretisch unendlich viele Farben gedruckt werden.

Tischdruckverfahren:


Und solche Stoffe entstehen:

Michael Miller fabric Gnomeville gnomes dots

Michael Miller Stoff Gnomeville Zwergendorf Punkte

cute colourful owls fabric What a Hoot USA designer

süsser bunter Eulen Stoff What a Hoot USA Designer

Japanese Flowers Kokka Fabric from Japan red

Japanische Blumen Kokka Stoff aus Japan rot

Willkommen zu meinem ersten Blog Post!

Hallo!

Vielen Dank, dass Du meinen Blog besuchst.

Ich liebe Stoffe, Farben und Formen und freue mich, Dir darüber zu erzählen.

Im Internet bin auf viele tolle Stoffe gestossen. Wo man die besten findet, werde ich Dir vielleicht anvertrauen ;-).

Ich werde in meinem Blog Tipps abgeben und erklären wie die schönen Muster und Qualitäten entstehen. Ich hoffe, Du bist daran interessiert und empfiehlst meinen Blog weiter 🙂 !

Zur Einstimmung hier ein paar Bilder von tollen Stoffen:

 

teal Riley Blake fabric with stars from the USA

petrolfarbener Riley Blake Stoff mit Sternen USA

 

light blue Riley Blake fabric with green-brown flowers

hellblauer Riley Blake Stoff mit grün-braunen Blumen

 

pink penguin canvas fabric by Nancy Wolff Kokka

pinker Pinguin Canvas Stoff by Nancy Wolff Kokka